Haus L.

2000-2002
Seeboden am Millstättersee

Die Lage des Grundstückes auf dem Nordufer eines Kärntner Sees ist nicht nur für den Auftraggeber und Bewohner des Hauses ein Glücksfall, sondern auch für den Architekten. Das Konzept des Hauses bezieht seine Gestalt aus der Lage. Es öffnet sich weit zum im Süden gelegenen Ufer, muss sich aber im Norden mit einer massiven steinernen Mauer abschließen, um gegen den Verkehrslärm der am Grundstück vorbeiführenden Bundesstraße abgeschirmt zu sein. Ein separates, frei stehendes Garagen- und Personalgebäude ist der Mauer des Haupthauses noch vorgelagert, ebenfalls von einer massiven Steinmauer dominiert. Beide Gebäude „lehnen“ sich sozusagen jeweils an diese Mauer. Der schmale, dazwischen liegende Raum charakterisiert solcherart den Eingangsbereich. Zu Wasser öffnet sich das Haupthaus mit großen Verglasungen. Weit auskragende Dächer schützen vor der Sonne. Die mechanisch absenkbaren Glasfronten des Wohnraumes verwandelt diesen in einen offenen Pavillion.
Direkt am Uferbereich, in den Hang hinein geschoben, liegt das sogenannte Seehaus mit Funktionen wie einer Küche, einem geschützten offenen Sitzbereich oder einer Sauna, im Zusammenspiel mit dem im Wasser stehenden Bootshaus. Einrichtungen, die das Leben am Wasser angenehm werden lassen. Auch hier sind massive Steinwände das dominierende Element, in Verbindung mit dem aus Holz konstruierten Bootshaus und dem Steg, der auf den offenen See führt.

Programm: Wohnhaus mit Nebenhaus, Seehaus, Bootshaus
Entwurf: 2000
Realisierung: 2001-2002
Bruttogeschossfläche: 1290 m²